Drohnenaufnahme der d'Rodelbahn St. Englmar

AS 940 Sherpa 4WD am Hang: Praxiseinsatz an der Rodelbahn St. Englmar

AS 940 Sherpa 4WD beim Mähen einer Hangfläche an der d'Rodelbahn St. Englmar

Wer die d’Rodelbahn St. Englmar besucht, kommt wegen der Fahrgeschäfte, der Spielplätze oder der Aussicht in den Bayerischen Wald. Für Max Bindl und sein Team gehört zu diesem Gelände allerdings noch eine andere Seite: Zwischen Rodelbahnen, Wegen und Attraktionen liegen zahlreiche Grünflächen, Böschungen und schwer zugängliche Bereiche, die während der Saison gepflegt werden müssen.

Ein großer Allrad-Rasentraktor übernimmt diese Aufgabe bereits seit vielen Jahren. Trotzdem suchte die Familie Bindl lange nach einer zweiten Maschine, die im Gelände mithalten kann. Nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung. Mit dem AS 940 Sherpa 4WD fand sie schließlich einen Aufsitzmäher, der heute vor allem dort eingesetzt wird, wo das Gras höher steht und die Fläche anspruchsvoller wird. Gemeinsam schaffen beide Maschinen die gesamte Anlage in zwei bis drei Tagen.

Ein Freizeitpark, dessen Gelände ständig mitarbeitet

Die Familie Bindl betreibt die d’Rodelbahn seit 1998. An der Stelle eines früheren Skilifts ist über die Jahre ein Freizeitpark entstanden, der heute weit über die ursprüngliche Sommerrodelbahn hinausgeht. Zwei Rodelbahnen gehören inzwischen zur Anlage, außerdem Spielplätze, eine Wasserreifenrutsche, Minigolf und das Biberland. Seit 2016 ergänzt „Da voglwuide Sepp“, die längste Achterbahn Bayerns, das Angebot.

Der Eintritt auf das Gelände ist frei. Bezahlt wird nur für die Fahrgeschäfte oder das gastronomische Angebot. In der Saison beschäftigt die d’Rodelbahn rund 120 Menschen. Max Bindl führt den Betrieb gemeinsam mit seinen Eltern; sein Bruder bewirtschaftet den landwirtschaftlichen Hof der Familie direkt unterhalb des Freizeitparks.

Die Hanglage gehört damit nicht nur zur Kulisse, sondern bestimmt auch den Arbeitsalltag. Was für die Besucher Geschwindigkeit und Aussicht schafft, macht die Pflege der Flächen aufwendiger.

AS 940 Sherpa 4WD beim Mähen einer Hangfläche an der d'Rodelbahn St. Englmar

Unterschiedliche Flächen brauchen unterschiedliche Mähtechnik

Auf den Spielflächen bleibt der Rasen kurz. An den Parkplätzen und auf anderen weniger intensiv genutzten Bereichen darf das Gras deutlich länger stehen. Hinzu kommen eine Eselweide, Ausgleichsflächen und Böschungen, auf denen ein klassischer Rasenmäher schnell an seine Grenzen kommt.

„Wir haben einfach steileres Gelände, wo ein normaler Mäher an seine Grenzen stößt“, beschreibt Max Bindl die Situation.

Ganz oben auf der Anlage gibt es weiterhin Bereiche, die so steil und unwegsam sind, dass das Team mit der Motorsense arbeitet. Eine einzige Maschine für das gesamte Gelände war deshalb nie das Ziel. Gesucht wurde vielmehr ein zweiter Aufsitzmäher, der einen möglichst großen Teil der schwierigen Flächen übernehmen und gleichzeitig parallel zum vorhandenen Rasentraktor eingesetzt werden kann.

Dieser bewährt sich seit fast 20 Jahren auf der Anlage. Die Messlatte für eine zusätzliche Maschine lag entsprechend hoch. Über einen längeren Zeitraum testete die Familie verschiedene Aufsitzmäher direkt vor Ort, ohne zunächst einen passenden Kandidaten zu finden.

Mitarbeiter der d'Rodelbahn St. Englmar mit dem AS 940 Sherpa 4WD

Wir haben immer wieder verschiedene Geräte zum Testen da gehabt. Es war aber keins dabei, das an die Geländegängigkeit des Rasentraktors herankam.

– Max Bindl, d'Rodelbahn St. Englmar
AS 28 Allmäher beim Mähen einer Böschung an der d'Rodelbahn St. Englmar

Die Erfahrung mit dem AS 28 führte zum Sherpa

AS-Motor war in St. Englmar schon im Einsatz, bevor der Sherpa auf die Anlage kam. Für eine Straßenböschung nutzte die Familie einen AS 28 Allmäher. Der handgeführte Hochgrasmäher hatte sich dort bewährt und wird bis heute eingesetzt.

Als Max Bindl die Suche nach einem größeren Mäher fortsetzte, lag deshalb der Blick auf das weitere AS-Motor Sortiment nahe. Der regionale Fachhändler empfahl den AS 940 Sherpa 4WD und organisierte eine Vorführmaschine für einen Test auf dem Gelände.

Für die Entscheidung war diese Probefahrt wichtiger als technische Daten auf dem Papier. Nicht nur Max Bindl fuhr den Sherpa selbst. Auch der Mitarbeiter, der heute einen großen Teil der Pflegearbeiten übernimmt, konnte ausprobieren, wie sich die Maschine an den Böschungen und auf den unebenen Flächen verhält.

Die Vorführung beantwortete damit genau die Frage, die bei einem Aufsitzmäher für Hanglagen entscheidend ist: Funktioniert die Maschine auf dieser konkreten Fläche?

AS 28 Allmäher beim Mähen einer Böschung an der d'Rodelbahn St. Englmar

Er schafft das Gelände wirklich und hat die Leistung, hohes Gras zu mähen. Wir können damit in die Böschungen fahren und sparen uns ganz viel Handarbeit

– Max Bindl, d'Rodelbahn St. Englmar

Heute teilen sich zwei Aufsitzmäher die Arbeit

Seit der AS 940 Sherpa 4WD auf der Anlage ist, hat sich vor allem der Arbeitsablauf verändert. Statt die Grünflächen nacheinander mit einer Maschine abzuarbeiten, können Rasentraktor und Sherpa gleichzeitig eingesetzt werden.

Der vorhandene Rasentraktor übernimmt beispielsweise die regelmäßig gepflegten Flächen rund um die Spielbereiche. Währenddessen arbeitet der Sherpa an Böschungen oder dort, wo der Aufwuchs höher steht. Auf diese Weise ist die komplette Anlage innerhalb von zwei bis drei Tagen gemäht.

Wann diese Arbeit stattfindet, entscheidet nicht allein das Gras. In einem Freizeitpark sind Tage mit weniger Besuchern wertvolle Arbeitsfenster. Deshalb nutzt das Team häufig schlechteres Wetter für die Grünflächenpflege.

Feuchtes Gras gehört dabei durchaus zum Einsatz. Max Bindl berichtet aus seiner Erfahrung: „Das macht ihm gar nichts aus. Auch wenn es feucht ist, ist das Ergebnis sauber.“

Das ist keine pauschale Aussage über jede Fläche oder Bodenbedingung, sondern beschreibt den Alltag in St. Englmar. Gerade deshalb ist sie für die Reportage interessant: Die Maschinen laufen hier nicht unter kontrollierten Vorführbedingungen, sondern dann, wenn der Betrieb Zeit für die Arbeit lässt.

Auch halbjähriger Aufwuchs gehört zum Einsatz

Wie unterschiedlich die Anforderungen innerhalb weniger hundert Meter sein können, zeigt die Eselweide. Dort wird nicht regelmäßig auf klassische Rasenhöhe gemäht. Zweimal pro Jahr fährt der Sherpa über die Bereiche, die von den Tieren nicht abgefressen wurden. Der Aufwuchs kann zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Monate alt sein.

Für Max Bindl ist genau diese Bandbreite wichtig. Der AS 940 Sherpa 4WD wird nicht ausschließlich als Aufsitzmäher am Hang genutzt, sondern übernimmt auch Hochgrasflächen, auf denen ein herkömmlicher Rasentraktor weniger passend wäre.

Dabei bleibt der vorhandene AS 28 Teil des Maschinenparks. An der steilsten Böschung am Parkplatz kommt weiterhin der kleinere Allmäher zum Einsatz. Und wo selbst diese Lösung nicht sinnvoll ist, bleibt die Motorsense.

So entsteht keine künstliche Konkurrenz zwischen den Maschinen. Jede übernimmt den Teil der Anlage, für den sie am besten geeignet ist.

AS 940 Sherpa 4WD beim Mähen einer Hangfläche an der d'Rodelbahn St. Englmar

Im Alltag zählen auch Anfahrt und Bedienung

Die Halle, in der der Sherpa steht, befindet sich außerhalb des eigentlichen Freizeitparkgeländes. Der Aufsitzmäher fährt von dort aus selbst zu seinen Einsatzflächen. Beim AS 28 ist der Ablauf anders; ihn transportiert das Team mit dem Lader.

Der Sherpa wird im Durchschnitt etwa alle vier Wochen eingesetzt, wobei sich die tatsächlichen Pflegeintervalle innerhalb der Anlage unterscheiden. Einige Bereiche werden häufiger gemäht, andere bewusst extensiver gepflegt.

Auch an die Bedienung musste sich das Team zunächst gewöhnen. Statt eines klassischen Fußpedals arbeitet der Sherpa mit Handgas. Was am Anfang ungewohnt war, erwies sich nach kurzer Zeit für Max Bindl als schlüssig.

„Man sitzt gut drin und kann sich sehr gut festhalten. Und es macht Sinn, dass die Füße frei sind, damit man im steilen Gelände Halt hat.“

Solche Details lassen sich bei einer Probefahrt besser beurteilen als in einer Produktbeschreibung. Gerade an einer Böschung spielen Sitzposition, Bedienung und das persönliche Gefühl auf der Maschine eine große Rolle. Hinzu kommen die tatsächliche Hangneigung, der Untergrund und der Zustand der Fläche. Die zulässigen Einsatzgrenzen des jeweiligen Modells bleiben dabei verbindlich.

Der Händler ist 15 Kilometer entfernt

Für Familie Bindl war neben der Maschine auch die Betreuung ein Kriterium. Der zuständige Fachhändler sitzt rund 15 Kilometer entfernt, ein Punkt, auf den Max Bindl bewusst Wert legt.

„Uns ist es immer sehr wichtig, regionale Händler zu haben.“

Ersatzteile sind nach seiner Erfahrung häufig direkt verfügbar oder können kurzfristig bestellt werden. Sollte eine größere Reparatur notwendig sein, ist ebenfalls schnell ein Ansprechpartner erreichbar.

Viele Wartungsarbeiten erledigt das Team allerdings selbst. Eine eigene Werkstatt gehört zum Betrieb, und der Sherpa lässt sich dort auf der Hebebühne bearbeiten. Die Messer sind von unten zugänglich; nach den Einsätzen wird die Maschine gereinigt, damit anhaftendes Gras nicht bis zum nächsten Einsatz an der Maschine bleibt.

Bei einem Freizeitbetrieb, dessen Saison nicht auf eine Reparatur warten kann, gehört diese Servicefrage für die Familie genauso zur Kaufentscheidung wie das Verhalten des Mähers auf der Fläche.

AS 940 Sherpa 4WD beim Mähen einer Hangfläche an der d'Rodelbahn St. Englmar

Der Sherpa ersetzt nicht alles, aber viel Handarbeit

Gerade weil die d’Rodelbahn St. Englmar unterschiedliche Maschinen nebeneinander nutzt, zeigt der Einsatz recht gut, worauf es bei der Auswahl eines Aufsitzmähers für schwieriges Gelände ankommt.

Der AS 940 Sherpa 4WD übernimmt heute große Teile der Böschungen und Flächen mit höherem Aufwuchs. Dadurch sinkt der Anteil der Arbeit, die mit der Motorsense erledigt werden muss. Auf den gepflegteren Bereichen bleibt der vorhandene Rasentraktor sinnvoll, während der AS 28 Allmäher weiterhin dort eingesetzt wird, wo die größere Maschine nicht die passende Lösung ist.

Für Max Bindl war deshalb weniger entscheidend, eine Universalmaschine zu finden. Wichtig war eine Ergänzung, die eine konkrete Lücke im bestehenden Maschinenpark schließt und im Gelände tatsächlich funktioniert.

Nach mehreren Tests verschiedener Aufsitzmäher war genau dieser Praxiseinsatz der Punkt, an dem der Sherpa überzeugte. Heute arbeiten beide großen Maschinen parallel, und aus einer langen Suche ist ein Arbeitsablauf geworden, der zur Anlage passt.

Häufige Fragen zum Mähen von Hochgras & Hanglagen

Eignet sich ein Aufsitzmäher für Hanglagen?

Ob ein Aufsitzmäher für eine Hanglage geeignet ist, hängt vom konkreten Modell, der Neigung, den Bodenverhältnissen und dem Aufwuchs ab. In St. Englmar übernimmt der AS 940 Sherpa 4WD viele Böschungen; besonders steile oder schwer zugängliche Bereiche werden weiterhin mit dem AS 28 Allmäher oder der Motorsense bearbeitet. Die zulässigen Einsatzgrenzen des jeweiligen Mähers müssen immer beachtet werden.

Kann der AS 940 Sherpa 4WD auch höheres Gras mähen?

In St. Englmar wird der AS 940 Sherpa 4WD sowohl auf Böschungen als auch auf Flächen mit längerem Aufwuchs eingesetzt. Auf der Eselweide mäht das Team zweimal jährlich unter anderem die Bereiche, die von den Tieren nicht abgefressen wurden.

Wie lange dauert das Mähen der d'Rodelbahn St. Englmar?

Rasentraktor und AS 940 Sherpa 4WD arbeiten parallel. Mit dieser Kombination mäht das Team die gesamte Anlage nach Angaben von Max Bindl innerhalb von zwei bis drei Tagen.

Warum hat sich die Familie Bindl für den AS 940 Sherpa 4WD entschieden?

Mehrere Maschinen wurden auf dem eigenen Gelände getestet. Nach der Vorführung des AS 940 Sherpa 4WD waren Max Bindl und der Mitarbeiter, der heute einen Großteil der Grünflächenpflege übernimmt, von seiner Geländegängigkeit und der Leistung bei höherem Aufwuchs überzeugt. Positive Erfahrungen mit einem bereits vorhandenen AS 28 Allmäher spielten ebenfalls eine Rolle.

AS 940 Sherpa 4WD auf der eigenen Fläche testen

Hang, Boden, Aufwuchs & Zugänglichkeit unterscheiden sich von Einsatzort zu Einsatzort. Eine Vorführung zeigt deshalb am besten, welche Maschine zur eigenen Fläche passt.